Handbuch für ÖAG-Empfehlungen von ÖAG-kontrollierten Qualitätssaatgutmischungen für das Dauergrünland und den Feldfutterbau, Mischungssaisonen 2017 - 2019

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Die Zusammensetzung der Arten und Sorten ist entscheidend für den Gebrauchswert einer Saatgutmischung für einen bestimmten Nutzungszweck. Der "ÖAG-Mischungsrahmen" nimmt besonders auf die regionalen und nutzungsrelevanten Bedürfnisse der Grünlandwirtschaft und des Feldfutterbaus Rücksicht. Der Mischungsrahmen wird laufend, spätestens alle 3 Jahre, auf Basis der neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis angepasst.

Sortenwahl

In den ÖAG-Qualitätsmischungen sollen zur Sicherung von Ertrag und Qualität nur die unter österreichischen und südtirolerischen Verhältnissen bestgeeigneten Sorten mit besonderem landeskulturellem Wert verwendet werden. In der ÖAG-Sortenliste sind diese Sorten definiert.

Saatgutqualität

Die staatlichen Saatgutnormen entsprechen den Mindestanforderungen gemäß EU-Recht. In den ÖAG-Mischungen gilt ein höheres Qualitätsniveau bei:

  • Technischer Mindestreinheit
  • Besatz mit großblättrigen Ampferarten und Probengewicht für die Prüfung dieses Besatzes
  • Mindestkeimfähigkeit

Qualitätskontrolle

Sowohl die Einzelkomponenten, als auch die fertig gemischten Partien werden auf Zusammensetzung und Ampferfreiheit untersucht. Es wird eine Probe von 100 Gramm untersucht.

Qualitätssicherung

Die fertig plombierten und in Verkehr gebrachten ÖAG-Mischungen werden stichprobenartig nachkontrolliert. Die Nachkontrolle ist sehr umfangreich:

  • Überprüfung der Kennzeichnungsvorschriften
  • Überprüfung der Zusammensetzung der Arten der Mischung im Labor
  • Überprüfung der Keimfähigkeit der Mischungsbestandteile
  • Überprüfung der Ampferfreiheit
  • Überprüfung der Sortenechtheit mittels Untersuchungsmethoden im Labor und/oder durch Feldanbau.