Erste Ergebnisse aus einem langfristigen Forschungsprojekt im Institut für Nutztierforschung zur Gesamteffizienz des Produktionssystems „Rinderhaltung“

Die Leistung der Milchkühe ist in den vergangenen Jahrzehnten weltweit kontinuierlich gestiegen, was sowohl auf züchterische Arbeit (Selektion und Kreuzung) als auch auf Verbesserung der Fütterung (Kraftfutteranteil, Grobfutterqualität, Fütterungsmanagement etc.) sowie der Haltungsbedingungen (cow comfort, Laufstall, Stallklima) zurückzuführen ist. Auf den ersten Blick scheint oft die Höhe der Milchleistung eines Betriebes der wichtigste Gradmesser für dessen Einkommens- und Wirtschaftlichkeitssituation zu sein. Neben dem Ertrag aus der Milchleistung trägt jedoch auch die Mastleistung (bzw. der Ertrag aus dem Kälberverkauf) und der Altkuherlös sowie der Zuchtvieherlös nicht unwesentlich zum Einkommen aus der Rinderhaltung bei. Ganz entscheidend auf das landwirtschaftliche Einkommen wirken sich jedoch die Kosten aus. Hier spielen neben den Fixkosten die Kosten für Fütterung und Bestandesergänzung eine sehr wichtige Rolle.