Die Fachgruppe "Züchtung und Saatgutproduktion von Futterpflanzen" hat unter der Federführung von Bernhard Krautzer (HBLFA Raumberg-Gumpenstein), Peter Langeder, Christian Mayr (Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Umweltschutz), Christian Partl (Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Landwirtschaftliches Schulwesen), Christian Tamegger (Kärntner Saatbau e.Gen.), Klaus Auffinger (Schutzgebietsbetreuung Tirol), Andreas Kleinlercher (Stubaier Gletscher), Werner Tiwald (DI Tiwald ZT-GmbH), Franz Kircher (ILF Consulting Engineers), Peter Frank (Landwirtschaftskammer Tirol), Wilhelm Graiss (HBLFA Raumberg- Gumpenstein) die Fachinformation (Richtlinie) 6/2019 zum Thema "Standortgerechte Rekultivierung und Begrünung in Hochlagen" veröffentlicht.

Diese Richtlinie beschreibt den Stand von Technik, Forschung und Wissenschaft im Bereich ökologisch orientierter Herstellung bzw. Rekultivierung eines funktionsfähigen Ökosystems (Naturhaushalt) und eines dem Ausgangszustand entsprechenden Landschaftsbildes und Erholungswertes der Landschaft im Zuge technischer Eingriffe in Hochlagen. Diese Richtlinie ist somit als Erläuterung zur entsprechenden ÖNORM zu sehen und gibt so eine Arbeitsunterlage und Entscheidungshilfe für Planung, Bau und Pflege. Projekte können mit dieser Grundlage beurteilt und bewertet werden. Hochlagenbegrünung unterscheidet sich maßgeblich aufgrund der gesteigerten Sensibilität von üblichen Begrünungen, weil mit zunehmender Höhe die Lebensbedingungen nicht nur für pflanzliches Wachstum im Allgemeinen extremer werden (Niederschlag, Temperatur, Strahlung, etc.). Nur eine an den jeweiligen Standort angepasste Vegetation kann den dort herrschenden Bedingungen trotzen und ihre Funktion im Ökosystem und in der Landschaft erfüllen.

Auszug aus der ÖAG-Info 6/2019