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Wir in der Bauernschaft werden immer mehr für die Gesellschaft zum Erklärer der Landwirtschaft. Viele Themen werden derzeit diskutiert, unter anderem das Thema Tiertransport. Wir Landwirte sind dabei direkt Betroffene, sowohl in wirtschaftlicher Weise als auch persönlich. Um sich selbst ein Bild über die Gegebenheiten eines solchen Transportes zu machen, begleitete die RINDERZUCHT AUSTRIA einen Kälbertransport von Salzburg-Bergheim nach Spanien sowie einen Zuchtrinderexport von Freistadt nach Aserbaidschan. Unsere Feststellungen waren allesamt positiver Natur. Die gesetzlichen Vorgaben wurden gewissenhaft umgesetzt und die Tiere äußerst umsichtig betreut. Es gab für sie ausreichend Wasser und Futter sowie Platz und Pausen. Den Zielort erreichten sie gesund und vital. Bild- und Videomaterial davon gibt es auf unserer Homepage: www.zar.at

Eine große Diskussion brachte dieses Jahr auch die Anbindehaltung hervor. Ich bin überzeugt, dass man die Kombinationshaltung gut gegenüber den Konsumentinnen und Konsumenten argumentieren kann. Die größte Gefahr für diese Haltungsform stellen meiner Meinung nach die gesetzlichen Ausnahmeregelungen der dauernden Anbindehaltung dar. Für langjährige Investitionen sind der Laufstall und/oder die Weide die Systeme der Zukunft. Im Biolandbau sind wir aktuell gemeinsam gefordert die Ausnahmen aufzuarbeiten. Die großen Themen in der Rinderhaltung sind Weide und Auslauf. Natürlich sind die einzelbetrieblichen Entscheidungen nicht einfach, umso wichtiger ist jedoch die Sicht der Biokonsumenten zu berücksichtigen, denn das gezeichnete Bild ist oftmals ein anderes. Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen, den österreichischen Weg in der Rinderwirtschaft weiterzugehen, der nachhaltig und zeitgemäß ist. Wir brauchen den internationalen Vergleich nicht scheuen. Wir haben jahrelang intensiv neben der Leistungsbereitschaft auf Gesundheit und Fitness gezüchtet. Das Ergebnis ist nun die gute Entwicklung in diesen Bereichen, so gab es letztes Jahr bei Fleckvieh das erste Mal durchschnittlich über 4 Abkalbungen pro Kuhleben.

 

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