Die ÖAG bereitet als gemeinnütziger Verein Forschungsergebnisse unter Einbindung aktiver Experten praxisbezogen auf und stellt dieses Wissen ihren Mitgliedern zur Verfügung. Wir unterstützen unterschiedliche Kooperationspartner bei der Organisation österreichweiter Fachtagungen. Diese Aktivitäten bezwecken einen unmittelbaren und persönlichen Wissensaustausch zwischen Akteuren aus Forschung, Beratung, Lehre, Landwirtschaft, Wirtschaft und Politik.

Bei der Abendveranstaltung der Wintertagung - 24. Fachtagung für Grünland- und Viehwirtschaft am 01. Februar 2018 in der Puttererseehalle in Aigen im Ennstal - wurden die ÖAG Forschungspreise 2018 überreicht. Die Geschäftsführung Hannes Royer und Wilhelm Graiss übergaben an:

Andreas Klingler, BSc, Masterarbeit an der Universität für Bodenkultur Wien
Biodiversitätsflächen im Grünland - Auswirkungen auf pflanzenbauliche und botanische Kennwerte
Betreuer: Univ.-Doz. Dr. Erich M. Pötsch, Dr. Bernhard Krautzer, HBLFA Raumberg-Gumpenstein
Die Masterarbeit von Andreas Klingler wurde für einen Vortrag bei der Euroleague for life sciences (Netzwerk von 7 Europäischen Universitäten) an der Universität Kopenhagen 2017 ausgewählt.
Wissenschaftlicher Beitrag aus seiner Masterarbeit bei der EGF-Tagung in Cork, 2018.

Zum Inhalt der Masterarbeit:
Um dem Verlust der Biodiversität entgegenzuwirken, müssen am ÖPUL teilnehmende Betriebe auf zumindest 5 % ihrer Fläche eine Nutzungsreduktion auf maximal zwei Schnitte pro Jahr vornehmen. Um die Auswirkungen auf die Biodiversität ermitteln zu können, wurden auf drei Standorten von 2010 bis 2013 die Schnitthäufigkeit und Düngungsintensität verglichen. Der Anteil an für Insekten wertvollen Blütenpflanzen konnte auf den zweimähdigen Flächen ohne Düngung gesteigert werden und sank am stärksten in den vollgedüngten zweimähdigen Flächen. Betriebswirtschaftlich betrachtet konnte auf den ungedüngten zweimähdigen Flächen das Optimum erreicht werden.

FoPreis Klingler komp

Quelle: HBLFA Raumberg-Gumpenstein, aufgenommen bei der Wintertagung 2018

Angelika Schneckenleitner, Bachelorarbeit an der Universität für Bodenkultur Wien
Rekultivierung von verbuschten & verholzten Almweiden am Beispiel Kerngut mit Steirischen Scheckenziegen
Betreuer: Univ.-Doz. Dr. Karl Buchgraber, HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Zum Inhalt der Bachelorarbeit:
Während der Almsaison 2017 wurden über 16 Wochen mit 14 Steirischen Scheckenziegen auf der Kerngutalm im Bezirk Bruck an der Mur) Versuche zur Zurückdrängung von Verbuschung durchgeführt. Der Pflanzenbestand hat sich mit der Beweidung von Ziegen sehr deutlich verändert; der Anteil an Leguminosen und Gräsern nahm zu, der Anteil an Sträucher und unerwünschten Weideunkräutern dagegen ab. Die kleinen Wiederkäuer können den Kosteneinsatz für die Weidepflege bis zu 350€ je Hektar senken.

FoPreis Schneckenleitner komp

Quelle: HBLFA Raumberg-Gumpenstein, aufgenommen bei der Wintertagung 2018