Die ÖAG bereitet als gemeinnütziger Verein Forschungsergebnisse unter Einbindung aktiver Experten praxisbezogen auf und stellt dieses Wissen ihren Mitgliedern zur Verfügung. Wir unterstützen unterschiedliche Kooperationspartner bei der Organisation österreichweiter Fachtagungen. Diese Aktivitäten bezwecken einen unmittelbaren und persönlichen Wissensaustausch zwischen Akteuren aus Forschung, Beratung, Lehre, Landwirtschaft, Wirtschaft und Politik.

Bei der Abendveranstaltung der Wintertagung - 24. Fachtagung für Grünland- und Viehwirtschaft am 01. Februar 2018 in der Puttererseehalle in Aigen im Ennstal - wurden die ÖAG Forschungspreise 2018 überreicht. Die Geschäftsführung Hannes Royer und Wilhelm Graiss übergaben an:

Dipl.-Ing. Michael Klaffenböck, Institut für Nutztierwissenschaften, Boku Wien
10-seitiger Beitrag im Jornal of DAIRY Sience mit dem Titel "The use of mid-infrared spectrometry to estimate the ration composition of lactating dairy cows. -Einsatz von Infrarot Spektrometrie zur Bestimmung der Rationszusammensetzung von Milchkühen"
Autoren: Klaffenböck, M; Steinwidder, A; Fasching, C; Terler, G; Gruber, L; Meszaros, G; Solkner, J.

Zum Inhalt des Beitrages:

Zur Analyse der Milchinhaltsstoffe wird derzeit die Mid-Infrarot (MIR) Spektrometrie angewendet. Dabei wird die Milch mit Licht spezieller Wellenlänge bestrahlt und die Reflexion der unterschiedlichen Wellenlängen erfasst und ausgewertet. Mit dieser Methode können Fettsäuren- und Mineralstoffgehalte sowie Stoffwechselprodukte in der Milch kostengünstig abgeschätzt werden. In einem Forschungsprojekt der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und der Universität für Bodenkultur wurde untersucht, mit welcher Genauigkeit die Rationszusammensetzung von Milchkühen mit dieser Methode abgeschätzt werden kann.

FoPreis Klaffenboeck komp

Quelle: HBLFA Raumberg-Gumpenstein, aufgenommen bei der Wintertagung 2018

Dipl.-Ing. Romana Berger BSc. BEd, (verehelicht Schneider) Masterarbeit im Lehrgang Agrar- und Technologiemanagement an der Fachhochschule St. Pölten
Trockenstell-Management in niederösterreichischen Milchviehbetrieben
Betreuer: Dr. Dipl. ECBHM Elisabeth Hehenberger, FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Franz Fidler

Zum Inhalt der Masterarbeit:

Ein Großteil der Antibiotika in der Milchviehhaltung wird zur Behandlung von Eutererkrankungen zum Trockenstellen eingesetzt. Auf Grundlage einer Umfrage an über 1000 Betrieben soll der Bekanntheitsgrad und die Anwendung von internen Zitzenversieglern gesteigert werden. Deren Verwendung könnte dazu beitragen, bei eutergesunden Milchkühen den prophylaktischen Antibiotikaeinsatz zu minimieren. Der konkrete Erregernachweis bei der bakteriologischen Milchuntersuchung würde den gezielten Einsatz von Antibiotika und die bestmögliche Therapie ermöglichen.

FoPreis Stoegmueller fuer Berger komp

Quelle: HBLFA Raumberg-Gumpenstein, aufgenommen bei der Wintertagung 2018
(Preis wurde von Herrn DI Gerald Stögmüller für Frau DI Berger (Schneider) übernommen)